Eine alte Mühle

Die Mappesmühle

"Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp."

Und sie klappert seit mehr als 600 Jahren! Bereits im Jahr 1420 wurde sie als Mahlmühle in Erbleihe betrieben, wobei die Pacht in Form von Korn entrichtet wurde.

Wie viele Mühlen im Taunus entstand sie ursprünglich als Getreidemühle und nutzte die Wasserkraft der umliegenden Bäche, um die Landwirtschaft der Region zu unterstützen. Über Generationen hinweg war sie ein wichtiger Bestandteil des ländlichen Lebens und diente Bauern und Bewohnern als zentrale Anlaufstelle.

Weizen
Mühle

Woher ihr Name kommt

Einen wichtigen Einschnitt markiert das Jahr 1522,

als Graf Ludwig von Nassau-Weilburg die Mühle an den Schuhmacher Adam Mappes und seine Frau Isengart Laubengel aus Weilburg verlieh – ein Name, der bis heute mit der Mühle verbunden ist.

Ludwig II Herzog von Weilburg

In neuerer Zeit

Ab 1651 befand sich die Mappesmühle

über viele Generationen hinweg bis mindestens 1845 im Besitz der Familie Petri. Im Jahr 1930 gründete der letzte Müller Wilhelm Jung auf dem Gelände ein landwirtschaftliches Versuchsunternehmen, das die Nutzung der Mühle neu ausrichtete.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wandelte sich das Anwesen erneut: Von 1952 bis 2010 waren Mappesmühle und Kornkammer im Besitz der Familie Armbruster und wurden als Gastwirtschaft sowie als überregional bekannte Disco betrieben. Nach einer Phase des Wandels wurde das Anwesen 2012 von Frank Wüstenberg übernommen. Während die Kornkammer zeitweise als Spielhalle genutzt wurde, blieb das Restaurant ungenutzt; im ehemaligen Wohnhaus entstand ein Atelier für Fotografie.

Von 2018 bis 2026 wurde der Mappesmühle durch die Pächterin Ellen Schulz neues Leben eingehaucht. Mit viel Engagement entwickelte sie den historischen Ort wieder zu einem lebendigen Eventlokal. Seit 2026 knüpfen Pascal Reiter und Mike Staschok als Betreiber an die lange Tradition der Mappesmühle als Ort der Begegnung und des Austauschs an.

Weitere Informationen zur Geschichte der Mappesmühle und anderer historischer Orte im Hochtaunuskreis finden Sie im Geschichtsverein Weilrod e.V.

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